Samstag, 27. August 2016

Wie eine unberechtigte Abmahnung mir den Spass am Bloggen nehmen konnte

Hallo ihr Lieben, haben mich einige von euch vielleicht schon vermisst? Schon seit über 3 Monaten habe ich keinen einzigen Blogpost mehr geschrieben. Woran liegt das? Nicht daran, dass mir die Themen keine Freude mehr machen. Sondern daran, dass ich eine unberechtigte Abmahnung für eine angebliche Bildrechtsverletzung erhalten habe. 

Und auch wenn dann letztendlich alles einigermassen glimpflich ausging, hat es mich - obwohl sich herausstellte, dass ich keinen Fehler gemacht hatte - doch einiges an Geld und vor allem aber auch Zeit, Mühe und schlaflose Nächte gekostet.

Was war geschehen? Kurz nach meinem letzten Blogpost Mitte Mai fand ich an einem Freitag Nachmittag ein Schreiben von einem österreichischen Anwalt in meinem Briefkasten. In diesem Schreiben teilte mir der Anwalt mit, dass er von einem Herrn X zur Vertretung seiner rechtfreundlichen Interessen beauftragt und bevollmächtigt worden war. Und zwar sollte ich angeblich ein von seinem Mandanten auf Wikimedia Commons zur Verfügung gestelltes Bild verwendet haben, ohne die dort angegebenen Lizenbedingungen eingehalten zu haben.

Der Anwalt forderte von mir in dem Schreiben die Abgabe einer Unterlassungserklärung und die Zahlung von 524 Euro.  Die Summe von 524 Euro teilte sich auf in eine Entschädigung für die angeblich rechtswidrige Nutzung des Bildes in Höhe von 180 Euro. Bei den restlichen 344 Euro handelte es sich um Anwaltskosten.

Puh, das hat mir erstmal einen ganz schönen Schrecken eingejagt. Eigentlich habe ich bei der Nutzung von fremden Bildern immer sehr auf die Lizenzbedingungen geachtet. Nicht umsonst habe ich ja sogar selber schon einiges zum Thema Bildrechte geschrieben. Natürlich habe ich sofort nachgesehen, um welches Bild es sich in der Abmahnung handelte und ob ich wirklich gegen die Lizenzbedingungen verstossen habe. Aber ich konnte beim besten Willen nicht sehen, wo ich gegen die Lizenbedingungen verstossen haben sollte. Nach bestem Wissen und Gewissen hatte ich bei dem Blogpost mit dem Bild den entsprechenden Rechteinhaber namentlich genannt und die Wikimedia Commons Lizenz wie vorgeschrieben verlinkt. Trotzdem war ich total verunsichert und hatte Angst, irgendein Detail der auf Englisch geschriebenen Lizenzbedingungen übersehen zu haben und auf eine Abmahnfalle hereingefallen zu sein.

Nach einigen schlaflosen Nächten, in denen ich immer wieder grübelte, wo mein Fehler gewesen sein könnte, war ich fast schon so weit, dass ich Unterlassungserklärung unterschreiben und die über 500 Euro bezahlen wollte. Einfach deshalb, weil ich Angst hatte, sonst in einen langwierigen Rechtsstreit verwickelt zu werden, der mich auf lange Sicht noch ein Vielfaches kosten und noch viel mehr schlaflose Nächte verursachen könnte.

Aber irgendwie ging es total gegen mein Rechtsempfinden, so ganz kampflos aufzugeben. Deshalb recherchierte ich im Internet nach einer Kanzlei, die auf den Bereich Medienrecht spezialisiert ist und schon mit Abmahnungen des gleichen Anwaltes zu tun hatte. Und ich entschied mich, für meine eigene Sicherheit eine kostenpflichtige telefonische Erstberatung dieser Anwaltskanzlei in Anspruch zu nehmen. Diese telefonische Rechtsberatung kostete mich zwar fast 200 Euro, die ich auch nicht erstattet bekommen habe. Aber sie hat mir die Sicherheit gegeben, dass ich mit meiner Einschätzung richtig lag, und dass auch aus Sicht des mich beratenden Rechtsanwaltes, von mir keine lizenzwidrige Nutzung des Bildes erfolgt war. 

Um zu vermeiden, dass neben den 200 Euro für die Erstberatung noch weitere Kosten für mich anfallen würden, gab der Anwalt mir den Rat, dass ich den gegnerischen Rechtsanwalt selber anschreiben solle. Es sei nämlich leider rechtlich nicht gesichert, dass für das Vorgehen gegen unberechtigte Abmahnungen die Kosten für die eigene Rechtsberatung vom Gegner übernommen werden würden.

Daraufhin schickte ich dem gegnerischen Anwalt einen Brief, in dem ich die Details erläuterte und dass ich auch nach einer juristischen Rechtsberatung nicht sehen könne, wo ich gegen die Lizenzbedingungen verstossen haben sollte.

Wenige Tage später kam dann eine Mail des gegnerischen Anwaltes, in der er schrieb, dass er nach nochmaliger Prüfung des Sachverhaltes auch zu dem Schluss gekommen sei, dass ich nicht gegen die Lizenzbedingungen verstossen habe und dass die Sache aus seiner Sicht damit erledigt sei.

Darüber habe ich mich natürlich auf der einen Seite gefreut. Auf der anderen Seite blieb für mich schon ein bitterer Nachgeschmack, wie schnell so etwas passieren kann und welche finanziellen Risiken man mit seinem Blog eingeht, selbst wenn man sich bemüht, immer alles richtig zu machen. Für die letzten Monate hat mir das erstmal den Spass am Bloggen genommen. Und erst jetzt - nachdem ich gerade aus einem tollen Urlaub auf Lanzarote zurückgekommen bin - habe ich genug Abstand dazu gewonnen, um darüber nachzudenken, mit dem Bloggen vielleicht weitermachen zu wollen. 

Könnt ihr verstehen, wie hilflos man sich bei einer Abmahnung fühlen kann und dass einem dadurch die unbeschwerte Freude am Bloggen verdorben werden kann? Und habt ihr mit eurem Blog auch schon mal solche oder ähnliche Erfahrungen gemacht?



Montag, 16. Mai 2016

Goodbye Polyquaternium Shampoos - hello alverde Glanz und Family Shampoo!

Das richtige Shampoo zu finden, war für mich nie leicht. Eines war für mich aber schon lange klar. Silikone durfte mein Shampoo nicht haben. Lange Zeit gehörte das silikonfreie Glynt Volumen Shampoo zu meinen Lieblings-Shampoos. Aufgrund des relativ hohen Preises bin ich aber ab und zu auch mal ausgewichen auf günstigere Shampoos. Das war in in letzter Zeit sehr häufig das silikonfreie Syoss Volumen-Shampoo.

Dann bin ich auf diesen Beitrag gestossen: Wer Silikone in Kosmetika meidet, sollte auch Polyquaternium meiden. Von Polyquaternium hatte ich vorher noch nie gehört. Dabei ist es erschreckend, wie häufig von Shampoo-Herstellern der billige Silikonersatz Polyquaternium verwendet wird, der für Umwelt und Haare noch schädlicher sein soll als Silikon. Als Konsequenz daraus habe ich mich auf die Suche nach Shampoos ohne Polyquaternium gemacht. Das war bei konventioneller Kosmetik gar nicht einfach und ich musste meine Suche auf Naturkosmetik Shampoos ausweiten. Gelandet bin ich dann bei der Naturkosmetikmarke alverde von dm. Die alverde Shampoos sind alle ohne Silikone und ohne Polyquaternium.

Alverde Naturkosmetik Shampoos ohne Silikone
alverde Naturkosmetik Shampoos ohne Silikone und ohne Polyquaternium
Ich habe mir erstmal das alverde Glanzshampoo Zitrone Aprikose mit einem Inhalt von 200 ml zu einem Preis von 1,95 Euro und danach noch das alverde Family Shampoo Apfel Papaya mit einem Inhalt von 300 ml zu einem Preis von 2,45 Euro gekauft.

Das alverde Glanzshampoo verwende ich jetzt schon seit ein paar Wochen. Und ich muss sagen, dass die Umstellung auf ein Naturkosmetikshampoo erstmal gewöhnungsbedürftig ist. Denn abgesehen davon, dass die alverde Shampoos keine Silikone und kein Polyquaternium enthalten, beinhalten Naturkosmetik Shampoos im Vergleich zu konventionellen Shampoos viel weniger Tenside. Das führte dazu, dass bei mir die Haare schneller nachfetteten als früher. Nach ein paar Wochen wurde das aber besser. Ich muss mir die Haare jetzt nur noch jeden zweiten bis dritten Tag waschen, und das finde ich schon o.k. 

Nachdem das alverde Glanzshampoo mit Zitrone und Aprikose jetzt schon fast aufgebraucht ist, habe ich mir wie bereits erwähnt noch das alverde Family Shampoo mit Apfel und Papaya gekauft. Und ich muss sagen, dass mir das Apfel und Papaya Shampoo sogar etwas besser gefällt, weil ich den Duft angenehmer finde.

Habt ihr schon Erfahrungen mit Shampoos von alverde oder anderen Naturkosmetik Shampoos? Und achtet ihr bei euren Shampoos darauf, dass sie keine Silikone und kein Polyquaternium enthalten?